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    Pasinger Premiere 11. Mai 2017 | 20 Uhr

    Weitere Vorstellungen:
    12. + 13.05 sowie
    18., 19. + 20.05

    DER WELTVERBESSERER
    von
    Thomas Bernhard

    Thomas Bernhards bitterböse Komödie aus dem Jahr 1980, in der er seine Sprachkunst brillant perfektioniert hat, spielt an einem halben Tag, an dem dem Weltverbesserer die Ehrendoktorwürde verliehen werden soll
    für sein "Traktat zur Verbesserung der Welt".


    Dieser Privatgelehrte und Philosoph ist ein unverbesserlicher Misanthrop. Selbstgefällig, voller Kritik und erbarmungsloser Ironie für seine Umwelt, macht er, kommt er in Fahrt, nicht einmal vor seinen Nächsten halt. Aber der Weltverbesserer ist kein überzeugter Einzelgänger, im Gegenteil, er ist von seiner Partnerin und den Streitgesprächen mit ihr regelrecht abhängig. Nur im Austausch mit der Lebensgefährtin, seinem "notwendigen Übel", kann er sich noch Tag für Tag neu definieren. Nur im Austausch mit ihr kann er noch um eine kleine Veränderung der Dinge ringen, nachdem ihm eine grundsätzliche Verbesserung der Welt versagt geblieben ist. Gefangen in einem ganzen Kosmos von Gedanken, Ansprüchen und Forderungen ziehen die beiden Bilanz. Ein Endspiel beginnt...

    Andreas Wiedermann (Träger des AZ-Stern des Jahres 2013 und zweier tz-Rosensträuße des Jahres) hat den "Weltverbesserer" als Produktion des Theater Plan B mit Titus Horst und Evelyn Plank inszeniert. In den letzten 15 Jahren hat sich kein deutschsprachiges Theater mehr an diese Komödie gewagt.

    "Der Regisseur hat auch darauf geachtet, dass trotz des tragischen Grundtons von Bernhards Stück die komischen Elemente nicht untergehen. Dies liegt nicht zuletzt am nuancenreichem Spiel von Evelyn Plank, die zwar wenig Text besitzt, aber Stimmungen durch Gestik und Mimik geschickt zu erzeugen weiß. So changiert sie gekonnt zwischen devoter Pflegerin, die die Launen des Alten - obwohl oft verletzt und gedemütigt - geduldig erträgt, und liebender Partnerin. Die schauspielerisch höchst anspruchsvolle Titelrolle bekleidet Titus Horst auf geradezu brillante Weise. Ihm wird ein fast zweistündiger Monolog abverlangt, der den weltverachtenden Misanthropen in zahlreichen Facetten erscheinen lässt... Dies erfordert permanente Präsenz sowie hohen Variationsreichtum in Sprache und Ausdruck - Titus Horst meistert diese Herausforderung bravourös."
    (Augsburger Allgemeine)

    "Wiedermann inszeniert nicht erst seit seiner Tätigkeit mit "Opera incognita" musikalisch. Bernhards Texte sind musikalisch grundiert und rhythmisch so exakt getaktet, dass man vom einen zum nächsten Satz geradezu mitgeschleift wird. Wiedermann inszeniert es genau so. Titus Horst lebt seine Rolle absolut überzeugend. Die Modulationen seiner Sprache, ihr Gestus, ihre Agogik, ihre rhythmische Prägnanz lässt keine Wünsche offen. Seine Frau (Evelyn Plank), sein "notwendiges Übel", gibt es bei Wiedermann zweigeteilt. Einmal die Frau als seine Frau, ansonsten als desinteressierte polnische Krankenpflegerin.
    Hat sie ihn in der Hand? Und er merkt es nicht?"
    (Straubinger Rundschau)

    Mit: Evelyn Plank und Titus Horst
    Regie: Andreas Wiedermann
    Eine Produktion des Theater Plan B
    Rechte: Suhrkamp Verlag

    >>> Glänzender Verfall
    (Mathias Hejny / Münchner Abendzeitung)

    >>> Eintritt

    >>> Fahrplanauskunft