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31 Jahre theater
VIEL LÄRM UM NICHTS

 
   
Premiere 29. Dezember 2016 | 20 Uhr

Silvestervorstellungen 16:30 und 20:30 Uhr
Ab 5. Januar bis 18. März
jeweils DO, FR, SA | 20 Uhr
Nicht am 6. + 7. Januar
Stattdessen:
SO 15. + 22. Januar | 18 Uhr

Der Widerspenstigen Zähmung
(The Taming of the Shrew)


KATHARINA
Maria Magdalena Rabl
PETRUCHIO
Rainer Haustein
TRANIO, GRUMIO, POPE,
CURTIS, COUTURIER, WITWE
Timo Alexander Wenzel
BIANCA
Elisabeth Grünebach
BAPTISTA
Sebastian Kalhammer
HORTENSIO
Alexander Wagner
LUCENTIO
Mario Linder

Regie
Andreas Seyferth
Raum
Peter Schultze
Kostüm
Johannes Schrödl
Klangdesign
Kai Taschner
Lichtdesign
Jo Hübner
Übersetzung + Fassung
Margrit Carls
Flyer/Plakat
Martina Körner

Vater, vermögend, hat zwei Töchter an den Mann zu bringen:
"Papas Liebling" und "das Aas".

Das Aas (das Papas Liebling gerne mal verdrischt)
droht als Ladenhüter zu versauern,
weshalb Papa sein Machtwort spricht:
Sie muss zuerst weg - so lange liegt Liebling auf Eis.
Und tatsächlich (was niemand für möglich hielt):
Es findet sich ein männliches Wesen,
das es auf sich nimmt, der Furie die Flötentöne beizubringen.
(An dieser Stelle wäre zu erwähnen,
dass eine anständige Mitgift winkt.)
Während lieb Schwesterlein zwei als Lehrer getarnte Freier empfängt
(und einen heimlich heiratet),
ist der Widerspenstigen Ehemann
bei der Wahl der pädagogischen Mittel nicht zimperlich:
Demütigungen, Essens-, Schlafentzug u.v.m..
Und am Ende hält die "Gezähmte"
zum immer währenden Entzücken männlicher
(wohl auch verwirrter weiblicher) Zuhörerschaften
eine als "Unterwerfungs-Monolog" bekannte Ansprache.

Was hat Shakespeare (der doch sonst so lieb
zu seinen Komödien-Heldinnen ist)
sich bloß dabei gedacht?

Wir werden es nicht erfahren.
Generationen von GeistesarbeiterInnen beißen sich Zähne aus.
Doch wie sagte ein berühmter Fußballlehrer:
"Grau ist alle Theorie - entscheidend is auf'm Platz."

Was unseren Platz betrifft, eins vorweg:
Bei diesem berühmten Gespann
(Katharina & Petruchio)

ist voraussichtlich davon auszugehen,
dass der eine und die andere nicht unbeträchtlich "angeschlagen" sind:
Ihr bisheriges Leben hat seine Spuren hinterlassen.
Da sie auf Anhieb heftigst voneinander beeindruckt sind
("Liebe auf den ersten Blick" nennt 's der Volksmund)
und wir Zuschauer dergleichen so gerne gut enden sehen wollen:
Drücken wir mal die Daumen, dass sie es schaffen.
Liebe ist subversiv, heißt es...
Sie kann die Normen der Gesellschaft sprengen
wie auch die eigenen Verkrustungen...


Foto Rainer Haustein: Christian Hartmann | Foto Maria Magdalene Rabl: Hagen Schnauss

>>> Unsere Spielfassung zum Vor- und Nachlesen

"Der Unterschied der Geschlechter besteht darin und ist daran zu erkennen, dass sich das Tun des Mannes als wesenhaft, initiierend und tragend für das jeweilige Gebiet erweist, das der Frau aber als unwesenhaft, fakultativ und verzichtbar."
maskulist.de

"Wenn ich bloß wüsste, was das ist, ein Mann."
Peter Handke

"Wir wollten die Welt verändern,
und sie haben uns die Gleichstellung angeboten."
Luisa Muraro


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