Geschichte

Die Gründer und Gesellschafter des Theaters VIEL LÄRM UM NICHTS, Margrit Carls und Andreas Seyferth, hatten sich nach mehrjähriger Arbeit an Stadt- und Staatstheatern zum Ziel gesetzt, im damals kulturell brachliegenden Westen der Stadt München ein Theater aufzubauen. Die Entscheidung, "frei“ zu arbeiten ist nach eigener Aussage der Anspruch, die am etablierten Theater erworbenen Qualitätsmaßstäbe mit einer "eigenständigen, eigenwilligen, eigenschöpferischen und gemeinschaftlichen" Produktionsweise  zu verbinden. Die erste Premiere war Shakespeares Komödie "Viel Lärm um Nichts" im Mai 1986. Das Theater ist heute fester Bestandteil des "Kulturzentrums Pasinger Fabrik", an dessen Entstehung und Etablierung es entscheidenden Anteil hatte. Bis heute bilden die Schauspieler Margit Carls und Andreas Seyferth den Kern des Theaters. Seyferth führt auch Regie, wogegen Carls für Dramaturgie und die Arbeit mit Texten zuständig ist. Seit 1991 kommt es immer wieder zur Zusammenarbeit mit der Münchner Regisseurin Eos Schopohl. Gastspiele stehen ebenso auf dem Programm, wie Inszenierungen junger Regisseure. Das Ensemble findet sich stückbezogen; doch wird Wert auf Kontinuität in der Zusammenarbeit gelegt.

Programm

Schwerpunkte des Spielplans bilden klassische und epische Stoffe in eigener Übersetzung und Fassung, moderne Klassiker und absurdes Theater.

Wir haben ein Faible für Geschichten, die existentielles menschliches Erleben auf phantastische, absurde, schräge Weise vermitteln.

Besonderes Merkmal sind stets neue Raumgestaltungen.

Rezeption

Das Theater wird von der ersten Produktion an vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert. In den Jahren 1996 und 1997 wurde es als eines der zehn besten Off-Theater aus dem deutschsprachigen Raum mit den Produktionen Das Wintermärchen (Shakespeare) und Alice D. im Spiegelland (nach Lewis Carroll) auf das Theater Festival Impulse nach Nordrhein-Westfalen eingeladen.

In einer Begründung der Münchner Theaterjury für die Förderung hieß es, das Theater arbeite „mit großer, intellektuell fundierter Neugier“. Die Stücke würden gegenwartsnah und jeweils in eigenem improvisiert wirkenden Stil inszeniert.