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Der Karl, der Posa und der Philipp

und die Sache mit der Eboli


nach DON KARLOS von Friedrich Schiller

Produktion: theater VIEL LÄRM UM NICHTS

Premiere: 16. März 2024




mit

Danielle Green als Karlos

Judith Bopp als Marquis Posa

Margrit Carls als Philipp II

sowie Urte Gudian 

und Denis Fink

unter besonderer Mitwirkung von Petra Bösch, Walter von Hauff, Anja Neukamm, Marion Niederländer, Sarah Schuchardt

Regie Andreas Seyferth Assistenz Andreas Klindt Raum Michele Lorenzini Kostüme Johannes Schrödl  Maske Tine Hagemann Lichtdesign Jo Hübner Ton Kai Taschner Technische Einrichtung Max Reitmayer Abendtechnik Andreas Klindt Fassung Margrit Carls

Der Sohn, der Freund, der Vater: Drei Gläubige. Der Sohn glaubt an seine Liebe, der Freund an seine Aufgabe, der Vater an Gewalt. 

 

Das Spanien des 16. Jahrhunderts. Ein globales Imperium. Misstrauen, Überwachung, Zwang, Gewalt; die Inquisition zelebriert ihre Morde. Während sich in den Kolonien Widerstand regt.

 

Infant Karlos will die Frau des Vaters (die war zuvor die Seine). Freund Posa will eine Welt ohne Machtmissbrauch. König Philipp, in katholisch-totalitärer Majestätsglorie vereinsamt, will »einen Menschen«. Den sieht er im Marquis Posa. Der absolutistischen Überwachung ist die tiefe Freundschaft zwischen Karlos und Posa entgangen. Was ein Glück ist, denn sonst müssten wir auf eine Begegnung zwischen Machthaber und »Ketzer« verzichten, in der so manche Mauer fällt...

Dann wäre da noch »die Sache mit der Eboli«: Missverständnis, Eifersucht, Rache, Intrige.

 

Bekanntlich geht es nicht gut aus. Aber der Marquis hatte schon erklärt, dass die Zeit für einen wie ihn nicht reif sei… Zwei Jahre nach der Uraufführung des DON KARLOS im Jahre 1787 gab es (nebenan in Frankreich) ein bekanntes geschichtliches Event, Revolution genannt. Das war ein Einschnitt, aber offenbar kein Durchbruch.

 

Was uns zu der Frage bringt: Wie halten wir (welches der vielbeschworenen WIRs auch immer) es mit Schillers Idealen? Gefällt uns sicherheitshalber, was in unsrer Welt geschieht? Woran glauben wir? Wie steht es um unser MENSCHENBILD? Haben wir es am Ende geschreddert unter dem Verdikt von »der Mensch ist an allem schuld«? Was bedeutet FREIHEIT in einer Zeit missbrauchter und sinnentleerter Begriffe? Schlägt unsereins seitens der heute Mächtigen mehr RESPEKT entgegen als in früheren Jahrhunderten (rhetorisch)? Und wie viel LIEBE bringen wir selbst für uns und unsere NÄCHSTEN auf?

UND WARUM SIND WIR NICHT ENDLICH REIF, NICHT MEHR ZU SCHLUCKEN, WAS MAN UNS ANRICHTET? 

Zusatzfragen: Was macht die närrische Figur in Schillers »dramatischem Gedicht«? Und was hat das wundersame Weibswesen in diesem Raum verloren? Wiedermal typisch VIEL LÄRM UM NICHTS?







PRESSESTIMMEN

"zeitgemäße Umsetzung für ein (junges) Publikum von heute. ... So wird die Geschichte mit hohem Unterhaltungswert auf eine zeitgemäße Reflexionsebene gezogen und kann als Diskussionsgrundlage dienen" (Barbara Reitter, Donaukurier"erstaunlich transparent" (Mathias Hejny, Münchner Abendzeitung) "eindringliche Dialoge, unterbrochen von absurden Kurzszenen (...)  sonderbaren Figuren und viel Bewegung auf der Bühne. So zeigt das theater VIEL LÄRM UM NICHTS Schillers Stück in einem neuen Licht." (Christina Rehm, Süddeutsche Zeitung) "Die Antwort zur Bedeutung von Schillers Idealen in unseren aufgewühlten Zeiten: finden wir nur selber. Die hoffentlich Denklustigen klatschen lange." (Peter Eidenberger, IN München

Michele Lorenzinis Raum zeigt den spanischen Hof als vergittertes Überwachungsgefängnis. (…) Seyferth und Carls holen den »alten Schinken« durch die komischen Einsprengsel auf eine zeitgenössische Diskussionsebene, hinterfragen auch die Funktion des 'Theaters. Die ca. 100 Minuten bleiben spannend und Schiller im Wesentlichen erhalten. (Gabriella Lorenz, Münchner Feuilleton)









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