PARZIVAL

Romanadaption mit Livemusik

nach dem Versroman von Wolfram von Eschenbach

Eigenproduktion, theater VIEL LÄRM UM NICHTS

wegen Krankheit im Ensemble müssen wir leider die letzten Vorstellungen von PARZIVAL absagen.

 

Wir werden aber stattdessen den 50 minütigen Film „Entfiederung des Schwans“ (nach Motiven aus Parzival) auf großer Kinoleinwand zeigen. Eingeführt wird das Ganze von Pia Kolb und Sarah Schuchardt, die sich bereit erklärt haben, Szenen aus dem Stück zu spielen. Ein Experiment.

 

Die Karten behalten ihre Gültigkeit, Sie können diese auch gerne zurückgeben, wenn Sie lieber nicht kommen möchten. Der Vorverkauf ist gestoppt.

Beginn: Do 26., Fr 27.5., Sa 28.5. jeweils 20:00

Eintritt frei. Einlass 19:45

 

Am Samstag hätten wir Film und Theaterabend im Doublefeature bereits um 19:00 gezeigt, der Beginn verschiebt sich an diesem Tag auf 20:00 

Infos zum Film HIER

Parzival Vorab Grafik quer.jpg

mit: Wini Gropper (Schauspiel, Schlagzeug, Lyrics, Gesang), Pia Kolb (Schauspiel, Akkordeon, Gesang), Aaron Leutz (aka GOLDKALB, Modular Synthesizer), Sascha Lüer (Trompete, Klavier), Sarah Schuchardt (Schauspiel, Akkordeon, Gesang) Ausstattung & Kostüm: Katharina Schmidt, Claudia Karpfinger Bühne: Jakob Egenrieder Dramaturgie & Regieassistenz: Kristina Beck Grafik: Arno Friedrich, Jonathan Hagemann Licht: Jo Hübner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Christiane Pfau Technik: Max Reitmayer, Marie Ayim, Christian Schmitz-Linnartz Beratung: Max Kinder (LMU, mittelalt. Literatur) Regie: Arno Friedrich

Das, was wir Fantasie nennen, ist ein Fluchttier, so wie die Pferde Fluchttiere sind. Sie ist darauf trainiert, Gefahren im Voraus zu erkennen. 70 Meter vor der gefährlichen Stelle des Wegs kann eine gut entwickelte Fantasie sich den Unfall schon vorstellen. (Alexander Kluge)

 

Parzival, im Wald abgeschottet aufgewachsen muss Ritter werden. Gegen den Willen der Mutter - diese lässt ihn in der Hoffnung auf sein Scheitern nur im Narrengewand und mit zweifelhaften Ratschlägen versehen in die Welt ziehen. Sie hat noch den Geruch des toten Heldenvaters in der Nase. Als Unwissender zieht er doppelt ungerüstet los und versteht das Falsche falsch. Er lernt wie man kämpft, liebt, Konventionen, Regeln. In dieser Welt gilt: nicht du bestimmst, was dich bestimmt. Parzival fragt nicht wo er sollte und wird statt zum Erlöser zum Aussätzigen. Es schneit im Mai. Er überläßt dem Pferd die Zügel und versucht sich vom Erlösen zu erlösen.

 

Wir hinterfragen wie Wolfram von Eschenbach vor 900 Jahren die Möglichkeit der Durchbrechung von Rollenzuschreibungen und Geschlechterklischees. Dabei im Hintergrund die kleinbürgerlichen Lügen unserer Väter und deren postheroische Dekonstruktion. Zeitlos und musikalisch, postheroisch, absurd komisch und sehr persönlich.

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Fotos (c) Franz Kimmel, Arno Friedrich

Pressestimmen


Jutta Czeguhn von der Süddeutschen Zeitung findet den Abend "originell und poetisch“ und erfreut sich an "grandiosen Klangwelten“. Auch "grandios spielt Pia Kolb den anfangs tumben Tor (…) Wini Gropper und Sarah Schuchardt arbeiten sich im fliegenden Rollenwechsel singend, tanzend, musizierend durch Eschenbachs Figurenkarussell“ und "mehr als ein Beiwagerl“, der Film (Entfiederung des Schwans), welcher den "Mythos humorig zerrupft“.

 

Für Sabine Leucht (Münchner Feuilleton) ist die Musik ein großes "Plus des Abends, an der man sich  unter der Leitung von Aaron Leutz und Sascha Lüer, der eine wunderbar weiche Trompete spielt und seinem Klavier die melancholischsten Töne entlockt, prima festhalten kann“

 

Und für Peter Eidenberger von IN München war der Abend eine "intelligent bildstarke Adaption“, eine "Coming-of-Age-Show, die das Rätselhafte der Vorlage nicht versteckt, aber auch mit den Augen zwinkert. Und die einlädt, den Mythos mal neu zu überprüfen, eine Einladung, für die das Publikum am Ende begeistert dankt.“

 

"Pia Kolb gibt diesen Parzival hinreißend“ und "Für den ziemlichen Haufen an Leuten, mit denen es Parzival zu tun kriegt, reichen hier gerade mal zwei tolle Akteure: Sarah Schuchardt und Wini Gropper switchen mit Power und Empathie durch die Personenliste. Mit Schlagzeug und Akkordeon ergänzen sie auch die Livemusik von Aaron Leutz (GOLDKALB) am Synthesizer und Sascha Lüer (Trompete): spannend grundiert ihr sphärisch-angejazzter Sound diesen sehenswerten Abend

 

„Als Extra-Zuckerl gibt‘s auch noch den Film "Entfiederung des Schwans“, von der Theaterproduktion unabhängig entwickelt mit einer ganzen Armada von Schauspielenden, die in Pasing und Umgebung herzallerliebst Parzival-Motiven hinterhersinnieren – Valentin und Achternbusch lassen grüßen“.

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Unser Bühnenbild ist da! Ein VW Käfer fliegt ins Theater.