
FAUST
von Johann Wolfgang von Goethe
Gastspiel
Vorstellungen:
13. November um 18 Uhr (bis 23:30)
15. November um 15 Uhr (bis 20:30)
28. November um 18 Uhr (bis 23:30)
DAUER: 5 1/2 Stunden, incl Pausen

Regie: Benjamin Blaikner
Schauspiel und Textfassung: Max Pfnür
Musik: Roli Wesp
Ausstattung: Franziska Krug
Produktion: Theater der Mitte, Salzburg
Ein Mensch leidet einsam an seinem Mangel an Resonanz in der Welt. Abgekapselt sehnt er sich nach mehr, als nur ein Teil derselben zu sein. Er will mehr als begreifen – er will ergreifen, sich ermächtigen und die Welt formen. Er will sie sich zu eigen machen und sich selbst in ihr verewigt sehen.
"Zum Augenblicke dürft ich sagen: Verweile doch, du bist so schön! Es kann die Spur von meinen Erdentagen nicht in Äonen untergehn.“
Aus zwei Seelen in der Brust erwächst in diesem Mono-Drama ein vielstimmiger Chor. Max Pfnür spielt in dieser abendfüllenden, gewaltigen Solo-Performance alle Figuren aus FAUST I und II.
PRESSESTIMMEN
"So [...] schafft Pfnür in faustischer Hybris einen Aufmerksamkeits-Hype der besonderen
Art. Er spielt im Wesentlichen beide Teile in einem durch, übernimmt dabei alle Rollen […]
Und das sehr geschickt und abwechslungsreich. […] Zur herausragenden Leistung des
alle Stimmregister ziehenden Max Pfnür, [...], kommen die wirksame und sensibel
ausgefeilte Musik von Roli Wesp und die Unterstützung für die Regie durch Benjamin
Blaikner.“ Drehpunkt Kultur
"Was Max Pfnür an diesem Abend leistet ist phänomenal. Mit ganz wenigen Requisiten,
die er aus einer schwarzen Kiste zaubert, schafft er die zahlreichen Verwandlungen. Auch
stimmlich und mimisch variiert er sensationell. […] Regisseur Benjamin Blaikner sorgt am
Mischpult für tolle, oft auch teuflische Lichteffekte und den richtigen Ton.“ Dorfzeitung
"Was hier auf die Bühne gebracht wird, ist in aller Klarheit ein Experiment - sogar ein künstlerisches Wagnis - das dramatische Schwergewicht von Goethe, zwar radikal reduziert, aber dennoch monumental darzustellen. Im Zentrum steht die schauspielerische Einzelleistung von Max Pfnür: In dieser unvergesslichen Solo-Darstellung übernimmt er alle Figuren und verwandelt sich sensationell mit begrenzten Requisiten, aber zahlreichen Variationen der Stimme und Mimik.
Die Fähigkeit, im Minutentakt Gestalt, Tonlage, Haltung und Identität zu wechseln vom verzweifelten Faust über Mephisto bis zur unschuldigen Gretchen zeigt eine nicht zu entziehende Verwandlungs- und Präsenzkraft des Schauspielers.
Doch Schauspiel allein macht nicht den Abend: Die visuelle und akustische Gestaltung der Inszenierung stechen eindrucksvoll hervor. Die Musik von Roli Wesp und die Licht- und Videoeffekte unter der Regie von Benjamin Blaikner schaffen eine Bühne, die zum Bestandteil der Wirklichkeit der Figuren dient - Klang und Bild öffnen Räume, in denen Fausts Drang, Fausts Verzweiflung, Fausts Wahnsinn körperlich erlebbar werden.
Was diese „Faust"-Inszenierung besonders macht: Sie ist nicht lediglich eine weitere Aufführung des Klassikers, sondern eine radikale Neu-Begegnung - im Soloformat - mit all den Themen, die Goethes Werk auch heute noch brennend erscheinen lassen: Erkenntnisdrang, Lebenshunger, Verantwortung und Selbstzerstörung.
Dieser Abend fordert vom Publikum viel Konzentration, Durchhaltevermögen, Lust auf Herausforderung. Und er bietet dafür ebenso viel: eine mutige Produktion mit künstlerischer Wagnisfreude, ästhetischer und gestalterischer Klarheit und emotionaler Intensität.“
(Jury Heidelberger Theatertage 2025, 2. PREIS DER JURY)
Max Pfnür
Maximilian Pfnür wurde 1986 in Bad Reichenhall geboren. Von 2009 bis 2011 war er Ensemblemitglied des Schauspielhaus Salzburg. In dieser Zeit entstanden erste eigene Produktionen. Ende 2011 gründete er mit einer Kollegin die salzburger Gruppe Theater StattGeflüster, führte dort erste Regien und schrieb eigene Bühnendramen.
Seit 2012 arbeitet Pfnür als freier Schauspieler und Theatermacher im österreichisch-
deutschem Grenzland zwischen Salzburg, München, Innsbruck, Graz und Garmisch. In
Salzburg arbeitete er mit zahlreichen freien Theatergruppen an unterschiedlichen
Spielstädten.
Er war am Aufbau des OFF Theater Salzburg aktiv beteiligt, spielte seit der Eröffnung 2017
als Teil des Ensembles und verfasste im Zuge dieser Zusammenarbeit zahlreiche
Dramatisierungen und eigene Stücke für das OFF Theater.
Als Gruppe SpielWerk produzierte Pfnür zusammen mit Georg Büttel in Salzburg zwei
Horvàth- und eine Erich-Kästner-Dramatisierung, die jeweils auch in Murnau im Zuge der
Murnauern Horvàth Tage zur Aufführung kamen. Seit den Horváth-Tagen 2016 ist Pfnür
regelmäßiger Gast in Murnau und arbeitete darüber hinaus 2024 als Regisseur für das Freie
Theater Murnau.
Aktuell tourt Pfnür unter anderem mit seinen Mono-Dramen Faust (J.W.v.Goethe) und Woyzeck (G.Büchner) in Deutschland, Österreich, Luxemburg. Bei den Theatertagen 2025 in Heidelberg wurde Pfnür für Faust mit dem 2. Preis der Jury ausgezeichnet.
Für Herbst 2026 wurde er mit Faust zum United Solo Festival nach New York eingeladen
Seit 2013 arbeitet Pfnür zudem als freischaffender Trauerredner in Salzburg.
Benjamin Blaikner
Geboren am 06.04.1985. Doktor der Philosophie. Breitgefächerte Ausbildungen, Studien und Engagements in den Bereichen Musik, Tanz und Theater: E-Bass Studium, Kompositionsunterricht, Schauspielprüfungen, Tanz- und Choreographieausbildungen, sowie Kurse, Seminare und Workshops für Regie und Schreiben. Gründung des Vereins "Theater der Mitte“ www.theaterdermitte.at, Vorstandsmitglied der IG Kultur Österreich (2022-2024) und von „Theater ecce“ (seit 2017). Seit 2022 Leitung des Jugendclubs im kleines theater Salzburg.
Seit September 2023 im kleinen theater Salzburg (künstlerisches Betriebsbüro, Dramaturgie und Öffentlichkeitsarbeit). Vorstandsmitglied Dachverband Salzburger Kulturstätten (seit Juni 2024).
Seit September 2025 Lehrer für Rolle und Basis an der Schauspielakademie des Schauspielhauses Salzburg.
Knapp 30 Arbeiten als Regisseur in Österreich, Deutschland, Luxemburg und Rumänien. Autor von mehr als zwanzig Theaterstücken bzw. Drehbüchern, Komponist/ Autor einer Vielzahl an Musikstücken. Uraufführungen in Kanada, der Ukraine, Ungarn, Deutschland und Österreich. Gewinner des Publikumspreises bei den Heidelberger Theatertagen 2024 mit dem Theaterstück „Tinder - A fucked up Night“ (Text und Regie). 2. Preis der Jury bei den Heidelberger Theatertagen 2025 mit dem Theaterstück „FAUST“ (Regie, Lichtdesign). Nominiert für einen Stella 2025 in der Kategorie „Beste Jugendproduktion“ mit dem Stück "Wir stapeln Stühle“ (Text und Regie).














